Markt Berchtesgaden, 14.01.2019, von Sebastian Birzele

Schneechaos in Süddeutschland

Liegen gebliebene Autos, gesperrte Straßen und gefährliche Schneedecken auf Dächern: Das Schneechaos in Deutschland hält weiter an. Seit Samstag sind auch die THW-Helferinnen und Helfer aus Donauwörth im Einsatz.

Der Süden Bayerns ist von der aktuellen Wetterlage stark betroffen — fünf Landkreise haben den Katastrophenalarm ausgerufen. Tausende Einsatzkräfte sind jeden Tag im Einsatz um Dächer zu beräumen und die Straßen befahrbar zu halten. Dieser enorme Kraftaufwand kann durch die regionalen Einsatzkräfte alleine nicht gestemmt werden, weswegen auch unzählige Kräfte aus ganz Bayern und den umliegenden Bundesländern mit vor Ort sind. Hierzu gehören auch die THW Helferinnen und Helfer des Ortsverbands Donauwörth.

Während am vergangenen Freitag noch die Jahresabschlussfeier des THW Donauwörth stattfand, erfolgte parallel die erste Alarmierung für eine Einheit aus Donauwörth. Der Ladekran des Ortsverbands wurde mit Personal nach Übersee angefordert. Dort kommt er seitdem zur Sicherung von Einsatzkräften beim Beräumen von Dächern zum Einsatz.

Am Samstag erfolgte dann die nächste Alarmierung für den Ortsverband. Ein Fahrzeug wurde für den Materialtransport benötigt. Zwei Helfer machten sich daraufhin zuerst auf den Weg nach Ingolstadt um dort hunderte Schneeschaufeln einzuladen und diese anschließend nach Miesbach zu liefern.

Weiter ging es dann für die Donauwörther THWler am Montag. Drei Helferinnen und Helfer rückten zur Unterstützung im Bereich Materialtransport und Logistik nach Berchtesgaden aus. Dort unterstützen sie die Einsatzkräfte bei Transportfahrten im gesamten Süddeutschen Raum. Zudem ist ein Helfer aus Donauwörth vor Ort um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Technischen Hilfswerks, unter Anderem beim Besuch des Bundesinnenministers Horst Seehofer, zu unterstützen.

Das war aber noch nicht das Ende für die ehrenamtlichen Kräfte aus Donauwörth. Am Montag Nachmittag erfolgte die nächste Anforderung zur Unterstützung. Eine Bergungsgruppe mit sieben Helfern wurde angefordert um ab Dienstag im Bereich Traunstein beim Räumen von Dächern Unterstützung leisten zu können. Gleichzeitig wurde zudem noch die Fachgruppe Räumen des Ortsverbands in Bereitschaft versetzt um bei zusätzlichem Bedarf kurzfristig mit Radlader und Kipper bei schweren Räumarbeiten helfen zu können. 

Noch ist nicht absehbar, wie lange sich die Einsätze für die Donauwörther THWler noch hinziehen werden. Wenn man aber die momentane Lage vor Ort betrachtet ist damit zu rechnen, dass die Ehrenamtlichen auf jeden Fall noch bis zum Ende der Woche vor Ort in den Schadensgebieten bleiben werden.


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