07.12.2013, von Sebastian Birzele

Die Floßkrippe schwimmt in der Wörnitz

Donauwörth, 07.12.2013: Die Stadt Donauwörth ist um eine Attraktion reicher. Seit Anfang Dezember schwimmt auf der Wörnitz eine Floßkrippe. In dieser Art einzigartig in ganz Bayern. Das THW Donauwörth arbeitete hierbei eng mit dem Donauwörther Krippenverein zusammen um dies zu ermöglichen.

Als die ersten Gespräche im Mai bei über 20°C stattfanden dachte vom THW noch niemand an Weihnachten. Jedoch wurde hierbei schnell klar, dass der Krippenverein und das THW hier ein tolles, gemeinsames Projekt umsetzen können. Während die Planungen beim Krippenverein seitdem auf Hochtouren liefen, begann die heiße Phase im THW erst Mitte November.

Schnell wurde klar, dass die Krippe auf keinem Floß schwimmen sollte, wie es ansonsten im THW üblich ist. Während bei solchen Aufgaben im Normalfall Tonnen oder Fässer als Auftriebskörper unter dem Floß montiert werden, sollte die Krippe aus einem klassischen Floß, ohne irgendwelche Schwimmkörper, stehen. Nachdem das Material von der Stadt Donauwörth zur Verfügung gestellt wurde, konnten sich die THWler an die Konstruktion machen. Hier entstand ein imposantes Floß mit einer Grundfläche von ca. 4m x 5m, welches zudem noch zum Transport in zwei Teile zerlegt werden kann.

Am Nikolaustag wurden die beiden Floßteile schließlich zur Montage an die Donau gebracht. Hier wurden die Helfer des THW bereits vom Krippenverein und mehreren Pressevertretern und Fernsehteams empfangen. Als erstes mussten nun die Floßteile abgeladen und vormontiert werden. Nachdem dies geschehen ist kamen die Kunstwerke des Krippenvereins zum Einsatz. Auf dem Floß wurde ein über 3m hoher Stall und mehrere lebensgroße Krippenfiguren montiert. Nachdem die Krippe schließlich komplett an Land zusammengesetzt war, kam das Bergeräumgerät des Ortsverbands zum Einsatz. Die Krippe wurde über vorher ausgelegte Holzbohlen mit viel Gefühl in die Wörnitz geschoben. Der erste Schritt war somit geschafft, die Floßkrippe schwimmt!

Am nächsten Tag musste nun die Fachgruppe Wassergefahren ihr volles Können beweisen. Die Krippe wurde ca. 1km von ihrem vorgesehenen Liegeplatz zu Wasser gelassen. Die Aufgabe bestand nun darin das Floß mit dem Schlauchboot durch einen extrem seichten Abschnitt der Wörnitz an den endgültigen Liegeplatz zu bewegen. An der Sebastian-Frank-Brücke angekommen wurde die Floßkrippe mit zwei Ankern und zusätzlichen Sicherungsleinen an ihrem Liegeplatz fixiert.

Abschließend wurde auch noch ein Mobiler Hochwasserpegel in der Nähe der Krippe installiert. Über dieses System wird kontinuierlich der Wasserstand überwacht. Bei einem auftretendem Hochwasser wird das THW rechtzeitig alarmiert um die Verankerung zu lösen und das Kunstwerk in Sicherheit zu bringen.


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